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Fünf Jahre GGL: Bilanz der Aufsicht über 129 lizenzierte Betreiber und Maßnahmen gegen illegale Angebote

Geschrieben von Theo Griffin · 24.9.2026

Fünf Jahre GGL: Bilanz der Aufsicht über 129 lizenzierte Betreiber und Maßnahmen gegen illegale Angebote

Blick auf die Regulierungsentwicklung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder blickt auf fünf Jahre seit ihrer Gründung zurück und präsentiert Zahlen zur Entwicklung der Aufsicht, wobei sie 129 lizenzierte Betreiber betreut und bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Seiten für Nutzer in Deutschland unzugänglich gemacht hat.

Entwicklung der Aufsichtsstruktur seit 2021

Die Behörde entstand im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 und übernimmt seither die zentrale Koordination der Lizenzvergabe sowie die Überwachung des Online-Glücksspielmarkts in allen Bundesländern. Beobachter notieren, dass die Institution in dieser Zeit eine klare Struktur aufgebaut hat, während sie gleichzeitig mit neuen Herausforderungen durch sich verändernde Angebotsformen konfrontiert bleibt. Die Aufsicht erstreckt sich auf Sportwetten, Online-Casinos und weitere Formate, wobei die Behörde regelmäßig Berichte zu Marktentwicklungen veröffentlicht.

Marktanteil lizenzierter Angebote erreicht 77 Prozent

Ende 2025 liegt etwa 77 Prozent des Online-Markts im lizenzierten Bereich, nachdem die Behörde 129 Betreiber unter Aufsicht genommen hat. Diese Entwicklung zeigt sich in den Zugriffszahlen, da Nutzer zunehmend auf regulierte Plattformen zugreifen. Die Angaben stammen aus der fünfjährigen Tätigkeitsübersicht, die auf igaming-times.com veröffentlicht wurde. Gleichzeitig blockierte die Behörde 1843 illegale Seiten, was den Zugang zu nicht lizenzierten Angeboten weiter einschränkt.

Steigerung der Durchsetzungsmaßnahmen auf 287 Verfahren

Die Zahl der Verbotsverfahren stieg 2025 auf 287 Fälle an, was auf eine intensivere Kontrolltätigkeit hinweist. Die Behörde setzt hierbei auf technische Sperren und rechtliche Schritte gegen Betreiber ohne gültige Lizenz. Experten, die die Entwicklungen verfolgen, stellen fest, dass solche Maßnahmen in Kombination mit der Lizenzvergabe den Markt beeinflussen. Die Steigerung der Verfahren erfolgte schrittweise, während die Behörde gleichzeitig ihre internen Prozesse anpasste, um schneller auf neue Angebote reagieren zu können.

Darstellung der Blockade illegaler Glücksspielseiten und regulatorischer Maßnahmen in Deutschland

Forderung nach Anpassungen im Glücksspielstaatsvertrag

Im Zuge der bevorstehenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 äußerte die Behörde den Wunsch nach mehr Flexibilität und Ermessensspielraum. Diese Anpassung soll es ermöglichen, schneller auf Taktiken des Schwarzmarkts zu reagieren. Die Forderung wird in Berichten auf next.io erwähnt und bezieht sich auf die Notwendigkeit, bestehende Regelungen an aktuelle Marktveränderungen anzupassen. Die Behörde verweist dabei auf Erfahrungen aus den vergangenen fünf Jahren, in denen sich bestimmte Angebotsformen schneller entwickelten als ursprünglich erwartet.

Ausblick auf weitere Entwicklungen bis September 2026

Bis September 2026 plant die Behörde weitere Schritte zur Überwachung, wobei die Ergebnisse der Evaluierung des Staatsvertrags eine zentrale Rolle spielen. Die laufende Arbeit umfasst die Fortsetzung der Lizenzprüfungen und die Überwachung der bereits blockierten Seiten. Beobachter der Regulierungsszene weisen darauf hin, dass die Kombination aus Lizenzvergabe und Sperrmaßnahmen den Anteil des lizenzierten Markts weiter beeinflussen könnte. Die Behörde verfolgt diese Entwicklungen kontinuierlich und passt ihre Strategien an die vorliegenden Daten an.

Schluss

Die fünfjährige Bilanz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zeigt eine Erhöhung der Aufsichtsaktivitäten bei 129 lizenzierten Betreibern, der Blockade von 1843 illegalen Seiten und einem Anteil von 77 Prozent des Markts im regulierten Bereich. Die gestiegenen Verbotsverfahren auf 287 Fälle im Jahr 2025 sowie die Forderung nach flexibleren Regelungen im Rahmen der Vertragsprüfung bilden die aktuellen Schwerpunkte. Die Entwicklungen bis September 2026 werden von den Ergebnissen der Evaluierung abhängen.